Montag, 17. Juni 2013

KW25/2013 Franziska Köppe, Stuttgart-Süd

Wer bist du, wo in Baden-Württemberg bist du und was machst du da?

Mein Name ist Franziska Köppe. Ich lebe in Stuttgart. Bis 2009 arbeitete ich als Marketing Managerin im Mittelstand. Nun bin ich schon vier Jahre Inhaberin des Gemeinwohl-Unternehmens madiko. Gemeinsam mit meinem Team und mit Kooperationspartnern berate und begleite ich Unternehmer in allen Fragen rund um Nachhaltigkeit. Das heißt, wir verknüpfen Umweltfreundlichkeit und soziale Verantwortung so miteinander, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist und dem Gemeinwohl dient. Unsere zentrale Fragestellung: Wie können die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland verbessert werden?

Wo twitterst du?

Meine Twitterei ist @madiko711. Darüber hinaus betreue ich die Themen-Tweets von @pNACHHALTIG und @RADkultur. Gemeinsam mit Jan Theofel twittere ich über Zukunftsmodelle von Leben und Arbeit unter @LifeWorkCamp sowie rund um Führung in Projekten via @PMCampStuttgart zusammen mit meinen Partnern Daniela Grgic, Eberhard Huber, Sacha Storz, Robert Szilinski und Robert Weißgraeber.

Wenn du bloggst oder eine persönliche Webseite hast: Welche wäre(n) das?

Meine Blogheimat ist madiko.com. Hier veröffentliche ich meine Gedanken zu Gemeinwohl und Nachhaltigkeit. Ich berichte über Trends und natürlich rund um unsere Projekte. Besonders freut es mich, wenn ich Akteure aus der Branche und ihre Erfolgsbeispiele im Interview oder in Filmen vorstellen kann. Darüber hinaus publiziere ich thematisch unter RADkultur, praktisch NACHHALTIG, Walk to Talk und WirtschaftsDemokratie.

Stammst du aus Baden-Württemberg? Wenn nein, warum bist du hergezogen?

Geboren und aufgewachsen bin ich im grünen Herzen Deutschlands: in Thüringen. Das Abi frisch in der Tasche bin ich nach Bayern ausgewandert und habe in Bayreuth dann 2000 stolz das Diplom entgegen genommen. Seither lebe ich in Stuttgart. Ich habe mir die Stadt aus verschiedenen Gründen ausgesucht – zum einen weil ich während der Studienzeit sehr viele Freunde hier aus der Region kennen- und schätzen gelernt habe, zum zweiten aufgrund der wirtschaftlichen Lage. Das hat natürlich auch eine Rolle gespielt, als ich mich selbständig gemacht habe. Mal abgesehen davon, dass auch das Christophorus Symphonie Orchester eine große Anziehungskraft ausübt und es mir sehr schwer fallen würde, meinen Pultnachbarn »Lebe wohl« zu sagen.

Was magst du an deinem Wohnort?

Freunde wohnen in der Nachbarstraße oder nur wenige Radminuten entfernt. Wir haben einen Garten direkt am Haus, was man von der Straße aus gar nicht vermutet. Ich wohne im vierten Stock eines Hauses, das um 1900 gebaut wurde. Vom Schreibtisch aus kann ich meinen Blick zum Fernsehturm und über die Häuser und Gärten der alten Weinsteige schweifen lassen. Ich bin in zirka zehn Minuten zu Fuß im Weinberg und benötige keine 20 Minuten mit dem Rad an den Schlossplatz. Das kulturelle Angebot Stuttgarts ist so groß, dass ich es nicht ausschöpfen kann.

Wo an deinem Wohnort bist du am liebsten - außer zu Hause ;)

Um den Kopf frei zu bekommen, gehe ich von meiner Wohnung im Stuttgarter Süden aus am liebsten nach Degerloch. Ich mag den Schimmelhüttenweg, der durch den Weinberg verläuft. Bergab folge ich dann am liebsten dem Pfaffenweg. Dieser Pfad zwischen den Gärten ist manchmal so zugewuchert, dass ich mich unter dem üppigen Grün bücken muss. Ich finde das genial.
Darüber hinaus fahre ich sehr gern mit dem Rad. Im Kessel ist das vielleicht nicht das größte Vergnügen und ich hoffe, dass wir mit der Initiative RADkultur hier etwas bewegen können. So richtig schön zum Radfahren wird es jedoch ab Kesselrand. Und dann in alle Himmelsrichtungen.
Ich möchte auch das Theaterhaus Stuttgart erwähnen. Ich mag die Atmosphäre und das Programm. Mit Freunden habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, regelmäßig zirka ein Mal pro Quartal ins Kabarett zu gehen. Das ist wirklich etwas Besonderes.

Deine vier Tipps für deinen Wohnort oder deine Region sind...?

1) Slam-Sessions und open Stage: Mittlerweile haben sich in Stuttgart nicht nur die Poetry Slam, sondern auch Song Slam und Science Slam etabliert. Am besten ein paar Freunde einladen und gemeinsam hin. Es war jedes Mal anders und jedes Mal klasse.
2) Zum Wandern empfehle ich den Schönbuch und die Schwäbische Alb. Ich mag die Mischwälder, die Wege und dann die grandiosen Ausblicke. Und mit S-Bahn und Bahn kommt man an viele Stellen auch ohne Auto gut hin. Wenn man mag, kann man mit dem Radroutenplaner verschiedene Mobilitätskonzepte kombinieren. Letzteren gibt es jetzt auch als App.
3) Jetzt haben wir ja endlich Sommer und damit kommt auch die Badesaison. Mein absolutes Lieblingsbad ist das Freibad in Wernau. Hier gibt es Büsche und Bäume. Es ist ein gemütliches Bad vor allem in den Abendstunden. Sollte ich noch erwähnen, dass das Babybecken solarbeheizt ist? Oder eher, dass man nach ausgedehntem Schwimmen (oder auch Planschen) durch das Naturschutzgebiet gemütlich am Neckar zurück nach Stuttgart radeln kann…
4) Ich habe Stuttgart auf eine ganz besondere Weise kennengelernt, die ich allen „Neigschmeggden“ nur empfehlen kann: Wir waren fünf Freunde und haben uns jeweils am ersten Donnerstag im Monat zum Essen verabredet. Den Tisch organisiert haben wir rollierend und uns nur vorab auf eine neue „Region“ geeinigt: Italienisch, Türkisch, Griechisch, Spanisch, Indisch, Japanisch … Ihr ahnt das Prinzip. Es entstand ein kleiner Wettstreit, wer die coolste, edelste, leckerste, skurrilste… Location fand. Und ich bin in den zwei Jahren, die wir dies gemacht haben, in ganz Stuttgart gewesen.

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